PLO warnt vor einer humanitären Katastrophe und appelliert an die Vereinten Nationen

In einem Schreiben hat sich die PLO an UN-Generalsekretär Antonio Guterres gewendet und vor einer „humanitären Katastrophe“ gewarnt. Sie erinnerte an die sich seit Jahren verschlechternde Situation für die palästinensischen Flüchtlinge in Palästina und den benachbarten Ländern, die sich aufgrund der Corona-Pandemie weiter verschärft hat.

Wir appellieren an Sie in aller Dringlichkeit, die Rechte palästinensischer Flüchtlinge auf Gesundheit, Sicherheit und Schutz im Einklang mit dem UNRWA-Mandat sowie den Standards und Protokollen der WHO sicherzustellen (…)“, heißt es in dem Schreiben.

Wir sind zutiefst besorgt über die jüngsten, gefährlichen Zunahmen der Corona-Infektionen unter den Flüchtlingen in den Lagern. Die Flüchtlingslager im Westjordanland, darunter in Jerusalem haben in der letzten Zeit einen starken Anstieg an Infektionsfällen registriert, die inzwischen 1.200 Fälle überschreiten. Große Bedenken bestehen nach wie vor, dass sich das Virus im Gaza-Streifen und in seinen dicht besiedelten Flüchtlingslagern ausbreiten könnte. Wir sind zudem äußerst besorgt über die steigenden Infektionszahlen in palästinensischen Flüchtlingslagern in den Aufnahmeländern.

Angesichts inhärenter Schwachstellen, wie Bevölkerungsdichte, enge Gassen und Straßen, beengte Schutzräume in den Flüchtlingslagern werden die sozialen Maßnahmen zur Hygiene und die Abstandsregeln extrem erschwert. Hinzukommen eine unzureichende Strom- und Wasserversorgung, Kanalisation und fehlende Belüftung, was für die Eindämmung der Ausbreitung des Virus von entscheidender Bedeutung ist, so die PLO in ihrem Schreiben.

Zusätzlich erschwert wird die ohnehin schon prekäre Situation durch die israelische Besatzung, die UNRWA-Mitarbeiter am Zugang zu den Flüchtlingslagern in der Westbank hindert…

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